MRT

Magnetresonanztomographie

Bei einer Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, werden mithilfe eines starken Magnetfeldes und Radiowellen Schnittbilder vom Inneren des Körpers erzeugt. Eine MRT wird bevorzugt eingesetzt, wenn eine detailreiche Darstellung von Weichteil-Geweben z.B. Nerven oder Knochenmark erwünscht ist.

Auf einem MRT-Bild können krankhafte Prozesse der Organe häufig frühzeitig erkannt werden.

Eine MRT ist strahlungsfrei.

Ablauf der Untersuchung

Vorbereitung
Metallene Gegenstände ablegen

Vor Betreten der Untersuchungs­räume müssen Sie alle metallenen Gegenstände in der Umkleidekabine ablegen, da diese Gegenstände die Messungen beeinträchtigen. Wichtig iat auch das Ablegen jeglicher elektronischer Geräte (Uhr, Handy usw), weil diese durch das starke Magnetfeld beschädigt werden können.

Spule und Gehörschutz

Meist wird um das zu untersuchende Körperteil eine Spule angebracht, welche die entstehenden Signale aufnimmt und weiterleitet. Sie erhalten von uns einen Gehörschutz, über den Sie, auf Wunsch, auch Musik hören können.

Kontrastmittel

Abhängig von der Fragestellung erhalten Sie eventuell ein Kontrastmittel verabreicht.

Die Röhre

Alle Untersuchungen werden im Liegen durchgeführt. Auf einer gepolsterten Liege werden Sie in eine 70 cm weite Röhre geschoben. Unsere Praxis verfügt über moderne MRT-Geräte mit extra weiten Geräte­öffnungen. Die Röhre ist auf beiden Seiten offen, beleuchtet und sehr gut belüftet. Oft ist es nicht notwendig, mit dem ganzen Körper in dem Gerät zu liegen. Je nach Untersuchung sind der Kopf oder die Füße außerhalb der Röhre.

Die Untersuchung

Im Laufe der Untersuchung entstehen durch das Ein- und Ausschalten der sog. Gradienten­spulen laute Geräusche in Form eines Brummens oder Klopfens. Es ist möglich, dass Sie während der Untersuchung Vibrationen oder ein Wärmegefühl spüren.

Während der Untersuchung müssen Sie absolut ruhig liegen bleiben. Durch Bewegungen können Bildunschärfen entstehen, die das Bild untauglich machen, so dass die Messungen wiederholt werden müssen.

Zu jeder Zeit haben Sie Hör- und Sprechkontakt zum Personal.

Je nach Anzahl der erforderlichen Messungen dauert eine Untersuchung unterschiedlich lange. Bei Gelenkuntersuchungen sind es meist 15 - 20 Minuten, bei Untersuchungen des Bauch­raumes können es aber auch 30 - 40 Minuten sein.

Der Befund

Nach der Untersuchung werden die erhobenen Bilddaten gründlich ausgewertet. Oftmals besprechen mehrere Ärzte Ihren Fall. Der Befund wird schnellst­möglich an Ihren über­weisenden Arzt über­mittelt, der Ihnen den Befund erklärt und das weitere Vorgehen mit Ihnen bespricht.

Wenn Sie es wünschen und etwas Wartezeit mitbringen, können Sie das Untersuchungsergebnis auch mit einer/einem unserer Ärztinnen/Ärzte besprechen.

MRT
Vorbereitung MRT
Radiologe nimmt Magnetresonanz-Aufnahme vor

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer MRT?
Keine Strahlenbelastung bei der MRT

Bei der Magnetresonanztomographie werden keine Röntgenstrahlen verwendet, daher gibt es für Sie auch keine Strahlenbelastung. Diese Tatsache macht die MRT zu einem sehr wertvollen Instrument zur Bildgebung bei Schwangeren und Kindern.

Wird bei meiner Untersuchung ein Kontrastmittel eingesetzt?
Verbesserte Darstellung

Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, ein Kontrastmittel zu verwenden. Das Kontrastmittel sorgt dafür, dass Ihre Organe in den Aufnahmen besser sichtbar sind. Es hilft vor allem, sehr ähnliche Gewebe wie Muskeln und Blutgefäße voneinander abzugrenzen.

Gut verträglich

Das Kontrastmittel Gadolinium ist sehr gut verträglich. Nur sehr selten kann es zu vorübergehender Übelkeit kommen. Gadolinium kann entgegen jodhaltigen Kontrastmitteln (welche in der konventionellen Radiologie und der Computertomographie eingesetzt werden) auch bei eingeschränkter Nierenfunktion verabreicht werden.

Das Kontrastmittel wird in eine Armvene gespritzt und verteilt sich sehr rasch im Blutkreislauf. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin aus Ihrem Körper ausgeschieden.

Welche Gegenstände dürfen nicht mit in den Untersuchungsraum?

Folgende Gegenstände dürfen nicht mit in den MRT-Raum genommen werden, da sie die Bilderstellung beeinträchtigen und ggf. auch selbst beschädigt werden könnten:

  • Metallische Gegenstände (z.B. Schlüssel, Münzen, Haarspangen)
  • Technische Geräte (z.B. Handy, Uhr, Fotoapparat)
  • Karten mit Magnetstreifen (z.B. Kreditkarten, Versichertenkarte, Parkkarte)

Wir halten Schließfächer zur sicheren Aufbewahrung für Sie bereit.

Was tun bei Angst vor beengten Räumen?

Wenn Sie unter Angst vor beengten Räumen (Klaustrophobie, Platzangst) leiden, sprechen Sie uns bitte darauf an, am besten schon bei der Terminvereinbarung. Wir bemühen uns, Ihnen eine angstfreie Untersuchung zu ermöglichen.

Bringen Sie ein Begleitperson mit

Gerne dürfen Sie eine Begleitperson zur Untersuchung mitbringen. Diese kann Sie in den Untersuchungsraum begleiten und Ihnen während der Untersuchung beruhigend zur Seite stehen. Die Begleitperson darf allerdings keinen Herzschrittmacher oder andere aktive elektronische Implantate tragen.

Beruhigungsmittel

Es besteht die Möglichkeit, vor Untersuchungsbeginn ein beruhigenes Medikament zu verabreichen. In diesem Fall benötigen Sie unbedingt eine Begleitperson, da Sie danach für mehrere Stunden nicht verkehrstüchtig sind.

Was ist bei einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit zu beachten?

Die elektromagnetischen Wellen sind nach aktueller Studien­lage zwar bei der von uns verwendeten Feld­stärke als unschädlich für den Fetus einzustufen, trotzdem sollte insbesondere während der ersten 3 Schwanger­schafts­monate eine genaue Abwägung des Nutzens der Unter­suchung erfolgen.

Auch eine Schädigung des Fetus durch MRT-Kontrast­mittel ist bisher nicht bekannt, Kontrast­mittel sollte jedoch wenn überhaupt nur in der kleinst­möglichen Menge in der Schwanger­schaft verabreicht werden.

In der Stillzeit wird Kontrastmittel ebenfalls nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation gegeben. Falls dies nötig sein sollte, können Sie aber ohne Bedenken weiter stillen.

Wann kann keine MRT durchgeführt werden?

Der Magnetresonanztomograph arbeitet mit einem starken Magnetfeld, sodass Metallteile im Magnetfeld zu Komplikationen führen können.
Daher gibt es eine Reihe von Kontra­indikationen, die im Einzelfall zu prüfen sind:

  • Herzschrittmacher/ICD-System
    Die Elektronik von Herzschrittmachern und ICD-Systemen kann von der MRT gestört werden. Wenn der implantierte Herzschritt­macher ein MRT-taugliches Modell ist, kann eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden - allerdings muss das implantierte Gerät vor der Untersuchung ab- und danach wieder eingeschaltet werden. Dies erfolgt durch einen Kardiologen, mit dem der Untersuchungstermin abgestimmt wird. Wir sind Ihnen dabei gerne behilflich.
    Auch Patienten mit einem Schrittmacher, der nicht als MRT-tauglich gekennzeichnet ist, können prinzipiell mit einer MRT unteruscht werden. Dabei ist aber eine sorgfältige Einzelfall­abschätzung des individuellen Risikos nötig (abhängig von der kardiologischen Vorgeschichte und der geplanten Untersuchungs­region).
  • Metallsplitter/Gefäß-Clips
    Patienten mit Metallsplittern oder auch Gefäß-Clips in ungünstiger Lage (z.B. in Auge oder Gehirn) dürfen nicht untersucht werden, weil diese Objekte durch das Magnetfeld bewegt werden könnten und dabei benachbartes Gewebe verletzt werden könnte. Dies ist abhängig von der genauen Lage des Fremdkörpers und davon, wie lange die OP bzw. die Verletzung zurückliegt. Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
  • Hörgeräte
    Bei implantierten Hörgeräten muss im Einzelfall geprüft werden, ob der Hersteller das jeweilige Modell für die Einbringung in ein MRT-Gerät freigegeben hat.
  • Insulinpumpen
    Implantierte Insulinpumpen stellen meist eine Kontra­indikation dar, da deren Funktion gestört werden kann
  • Mechanische Herzklappen
    Es muss geprüft werden, ob die eingesetzte Klappe MRT-tauglich ist, neuere Herzklappen stellen normalerweise kein Problem dar. Bitte bringen Sie Ihren Implantatausweis zum Untersuchungstermin mit.
  • Implantate
    Große metallische Implantate (z.B. Prothesen) sind heutzutage meist MRT-tauglich. Ältere Implantate können je nach Lage eine Kontra­indikation darstellen. Bitte bringen Sie (falls vorhanden) Ihren Implantatausweis mit.
  • Piercings
    Metallische Objekte in direkter Nachbar­schaft zum Untersuchungs­gebiet verursachen Bildartefakte, die die Beurteilbarkeit deutlich einschränken können. Piercings im Untersuchungsgebiet sollten daher vor der Untersuchung entfernt werden.
  • Tätowierungen
    Große Tätowierungen mit flächigem Schwarz-Anteil (vor allem schleifen­förmige) können wegen der enthaltenen metallischen Pigmente zu Verbrennungen führen. Daher sollten sich diese nicht in direkter Nähe zum Untersuchungs­gebiet befinden.

Typische Anwendungsfälle

MRT Prostata

Prostata

  • Bei familiärer Häufung von Prostata-Krebs
  • Bei erhöhtem Tumormarker (PSA)
  • Nach früheren Krebs-Operationen an der Prostata

Mehr über Prostata-MRT

MRT Kopf

Gehirn

  • Bei unklaren Kopfschmerzen
  • Abklärung von Schwindel
  • Bei unklaren Sehstörungen
  • Diagnostik von komplexen neurologischen Störungen
  • Bei Verdacht auf Durch­blutungs­störungen oder Schlaganfall (bereits eine Stunde nach Symptom­beginn feststellbar)
MRT Wirbelsäule

Wirbelsäule

  • Schmerzen im Nacken und im Rücken
  • Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine
  • Unklare Gangstörungen
  • Verdacht auf einen Bandscheiben­vorfall
MRT Gelenke

Gelenke

  • Nach Unfällen
  • Unklare Schmerzen
  • Arthrose (Gelenkabnutzung)
  • Verdacht auf Entzündungen

Sämtliche Gelenke können unter­sucht werden, um vor einer evtl. not­wendigen Arthroskopie (Gelenkspiegelung) das Ausmaß und die Art der Schädigung festzustellen.

MRT-Aufnahme Brust

Weibliche Brust

Mamma-MRT
  • Abklärung unklarer Befunde der Mammographie
  • Im Rahmen der Vorsorge bei erhöhtem familiären Risiko
  • im Rahmen der Nachsorge nach Krebs-Operation

Mehr über Mamma-MRT

MRT Bauchraum

Bauchraum

"Abdomen-MRT"
  • Zur Abklärung unter­schiedlichster Beschwerden im Bauch
  • Bei unklaren Ultraschall­befunden
  • Im Rahmen der Nach­sorge nach Tumor­erkrankungen
  • Verdacht auf entzündliche Darm­erkrankungen
MRT Herz

Herz

Kardio-MRT
  • Messung der Herzgröße
  • Messung der Herzfunktion
  • Darstellung von Infarkt-Narben
  • Untersuchung der Herzmuskel­durchblutung
MRT Gefäße

Gefäßsystem

MRT-Angiographie
  • Erkennung von Gefäß­veränderungen, wie Engstellen oder eines Aneurysmas (Aussackung)

Die Gefäße werden nicht­invasiv untersucht, d.h. ohne die Einbringung eines Gefäß-Katheters.

Standort Schwetzingen

Im Ärztehaus der GRN-Klinik
Bodelschwinghstraße 10
68723 Schwetzingen
Tel. 06202 / 978787

Standort Heidelberg

In der Heidelberger Weststadt
Franz-Knauff-Str. 2-4
69115 Heidelberg
Tel. 06221 / 22131